atemtrainer Stefan Völker

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Beschwerden

Bei Long Covid:
Dein Atem und das Nervensystem als Verbündete

Wenn Dein Körper nach einer Infektion einfach nicht mehr zur Ruhe kommt – hier findest Du einen ruhigen, ergänzenden Weg.

Wichtiger Hinweis: Ich bin Atemtrainer, kein Arzt oder Therapeut. Meine Arbeit ersetzt keine ärztliche Behandlung, sondern kann sie ergänzen. Bitte lass Deine Beschwerden immer ärztlich abklären und begleiten. Was ich anbiete, ist Unterstützung auf dem Weg zu mehr Ruhe, Selbstwirksamkeit und Wohlbefinden im Alltag – kein Heilversprechen.

Long Covid kann sich anfühlen wie ein Zustand, in dem der Körper einfach nicht mehr zur Ruhe kommt. Anhaltende Erschöpfung, Kurzatmigkeit, Konzentrationsprobleme, das Gefühl, dem eigenen Körper ausgeliefert zu sein. Wenn Du das kennst, bist Du hier richtig – und Du bist mit dieser Erfahrung nicht allein.

 

Long Covid und das Nervensystem

Long Covid zeigt sich selten nur an einer Stelle. Die Beschwerden reichen von anhaltender Fatigue über Konzentrationsstörungen bis zu körperlicher Unruhe – ein Bild, das viele Betroffene ratlos zurücklässt.

Ein Aspekt, der dabei oft im Hintergrund bleibt, ist das autonome Nervensystem. Nach einer viralen Belastung kann es in einer Art Daueralarm verharren – die Balance zwischen Anspannung (Sympathikus) und Erholung (Parasympathikus) gerät aus dem Gleichgewicht. Dieser Zustand kann bestehende Beschwerden verstärken und den Körper schwer zur Ruhe kommen lassen. Genau hier setzt meine Arbeit an: nicht an einem einzelnen Symptom, sondern an dem Zustand, aus dem heraus so vieles entsteht.

Warum die Atmung eine Schlüsselrolle spielt

Die Art, wie wir atmen, ist eng mit dem Zustand des Nervensystems verbunden – in beide Richtungen. Ein Nervensystem im Alarm lässt uns schneller und flacher atmen. Umgekehrt kann eine ruhige, funktionale Atmung dem Nervensystem das Signal geben, dass es sicher ist und herunterfahren darf.

In der Arbeit nach der Buteyko-Methode geht es darum, das Atemmuster behutsam zu normalisieren und die Toleranz gegenüber Kohlendioxid wieder aufzubauen – ein Faktor, der eine Rolle dabei spielt, wie gut der Körper mit Sauerstoff umgeht. Das Ziel ist kein Kraftakt, sondern das Gegenteil: wieder ruhiger, leiser und müheloser atmen zu lernen. Viele Menschen erleben, dass sich damit über die Zeit auch ein Gefühl von mehr innerer Ruhe einstellt.

Wieder mehr Einfluss spüren

Long Covid geht oft mit einem Gefühl von Ohnmacht einher – unvorhersehbare Schwankungen, Phasen, in denen scheinbar nichts hilft. Ein wichtiger Teil meiner Begleitung ist deshalb, Dir wieder das Erleben von Selbstwirksamkeit zu ermöglichen: kleine, konkrete Werkzeuge, mit denen Du in einem Moment der Unruhe selbst etwas tun kannst.

Durch sanfte Atemübungen lernst Du, Dein Nervensystem behutsam zu beruhigen und Erholungsmomente bewusster zuzulassen. Ergänzend können achtsame Übungen nach Liebscher & Bracht helfen, körperliche Verspannungen zu lösen, die sich durch Schonhaltungen aufgebaut haben. Es sind diese kleinen, spürbaren Momente – „ich konnte gerade selbst etwas verändern" –, die über die Zeit das Gefühl zurückbringen, dem eigenen Körper nicht hilflos gegenüberzustehen.

Geduld und Selbstmitgefühl – der Weg verläuft nicht linear

Der Weg bei Long Covid verläuft selten geradeaus. Er gleicht eher einer Spirale mit Fortschritten, Plateaus und gelegentlichen Rückschritten. Das ist keine Niederlage, sondern bei komplexen, systemischen Beschwerden ein ganz normaler Verlauf.

Gerade deshalb lege ich in der Begleitung besonderen Wert auf realistische Erwartungen und Selbstmitgefühl. Und auf eine ehrliche Vorbereitung: Die ersten Wochen mit Atemarbeit fühlen sich oft ruhig, fast unspektakulär an. Das ist kein Zeichen, dass nichts geschieht – im Gegenteil. Dein Nervensystem tastet sich vor und prüft, ob diese neue Ruhe sicher ist. Wer das weiß, bleibt eher dran und gibt nicht zu früh auf. Diese Fähigkeit, dem eigenen Körper geduldig und wohlwollend zu begegnen, ist für viele Menschen selbst schon ein wertvoller Teil des Weges.

Ein ganzheitlicher Ansatz – drei Bausteine, die zusammenwirken

Mein Ansatz verbindet drei Elemente, die sich gegenseitig ergänzen:

Funktionale Atemarbeit

nach Buteyko, um das Atemmuster zu normalisieren und die Selbstregulation zu unterstützen.

Arbeit mit dem Nervensystem

Sanfte, polyvagal-informierte Übungen, die helfen können, aus dem Daueralarm wieder in erholsame Zustände zu finden.

Ergänzende Körperübungen

um körperliche Verspannungen zu lösen und Bewegungsfreiheit zurückzugewinnen.

Diese Bausteine greifen ineinander. Es geht nicht um schnelle Effekte, sondern um eine geduldige, regelmäßige Praxis, die Schritt für Schritt eine solide Basis schafft. Viele Menschen, die diesen Weg gehen, berichten, dass sie über die Zeit wieder mehr Energie, Belastbarkeit und Lebensfreude erleben – ein Weg, der Geduld braucht, aber sich lohnt.

Ein sanfter erster Schritt

Erlebe, wie sich ruhiges Atmen anfühlt

Wenn Du erleben möchtest, wie sich ruhiges, funktionales Atmen anfühlt, lade ich Dich herzlich zu einer geführten Atemsession ein – online oder vor Ort in Murnau, ganz in Deinem Tempo und ohne dass Du etwas können musst.